Der Blick von fern
Ich schreibe wöchentlich darüber, wie unser Leben aus einer extremen Vogelperspektive aussehen könnte.
Gemeinsam verarbeiten
Professorin Cassie steht im großen Hörsaal vor 500 Studierenden. Mitten in ihrer Vorlesung geht ein Raunen durch die Ränge. Die jungen Leute sind aufgewühlt, doch sie sprechen nicht miteinander, sondern chatten mit ihren virtuellen Freunden.
Autonomie anerkennen
Professorin Cassie hat Besuch von ihrer erwachsenen Tochter Betty. Zufällig findet Betty die Einladung zur Geburtstagsfeier ihres Onkels Jonas. Sie ist an Betty persönlich gerichtet. „Warum hast du mir die nicht gegeben? Ich werde ihm antworten.“
Zellgedächtnis entlasten
Im Westen und im Nahen Osten eskaliert Polizeigewalt. Professorin Cassie ist wie gelähmt im Angesicht all der Videos und Erzählungen, in denen Menschen von Milizen eingeschüchtert, bedroht, verfolgt und getötet werden.
Wut regulieren
Professorin Cassie ist wütend über einen Studenten, der mit dummdreisten Fragen stört.
Achtsam zuhören
Cassie ist müde und erschöpft. Seit Tagen halten Rückenschmerzen sie nachts wach. Sie reagiert gedämpft auf alles, was ihr begegnet.
Familientradition
Cassie hat ihre Familie zum Weihnachtsessen eingeladen. Sie freut sich sehr, dass ihre erwachsenen drei Kinder mit Freund und Freundinnen kommen werden.
Ich bin - das Bewusstsein. Genügen
Im Universum ist alles gut genug. Alles hat seinen Platz. Allerdings haben die Menschen manchmal Probleme, das zu erkennen.
Ich bin - das Bewusstsein. Blinde Wut
Asteroiden schlagen mit zerstörerischer Kraft auf Planeten ein. Gorillas kämpfen gewaltsam um ihre Reviere. Auch Menschen haben Instinkte, die stärker sind als ihre Erziehung. Das sehe ich, das Bewusstsein, ständig.
Ich bin - das Bewusstsein. Siegen
Im Universum werden ständig Informationen ausgetauscht. Bei den Menschen übertragen sich Gefühle und Körpermuster sogar über Generationen hinweg. Das sehe ich, das Bewusstsein, Tag für Tag.