Der Blick von fern

Ich schreibe wöchentlich darüber, wie unser Leben aus einer extremen Vogelperspektive aussehen könnte.

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Die Zerstörungs- und Gestaltungskraft des Universums ist immens. Bei einer Supernova explodiert ein massereicher Stern. Es werden unfassbare Mengen an Energie in Form von Gasen und Strahlungen ins Weltall geschleudert. Aus dem Chaos bilden sich neue Strukturen von Materie. Solche Transformationen habe ich, das Bewusstsein, schon häufig erlebt.

Im Universum ist alles klar. Nichts muss begründet werden. Alles ist berechtigt. Genau wie in der Natur auf der Erde. Bäume, Tiere und Gestein sind einfach. Das weiß ich, das Bewusstsein, ganz genau.

Bewegung ist ein unverzichtbarer Aspekt im Universum. Für mich, das Bewusstsein, haben die Kreisbahnen der Planeten die Schönheit eines kosmischen Balletts. Die Menschen leben in ähnlichen Rhythmen, allerdings liegt ihr Augenmerk mehr auf der Vorwärtsbewegung als in Zyklen.

Muster strukturieren das Universum. Die Galaxien sind sinnvoll angeordnet, das ist für mich, das Bewusstsein, deutlich sichtbar. Die Menschen haben nicht so einen guten Überblick, doch die Sternbilder sind für die meisten gut erkennbar. Ebenso wie die Muster in der Natur, seien es die von Zebras, Rosenblüten oder Tanzschritten. Weniger offensichtlich sind Verhaltensmuster und Körpermuster, die das alltägliche Leben strukturieren und den Menschen Halt geben.  

Das Universum entwickelt sich, doch den Menschen kommt es statisch vor. Die Eintagsfliege macht die gleiche Erfahrung, wenn sie auf dem Finger eines Menschen landet. Ich, das Bewusstsein, bin so groß, dass ich für die Menschen unsichtbar bin. So, wie der Mensch für die Eintagsfliege unsichtbar ist. Ich bin die verbindende Kraft. Ich durchdringe Menschen, Planeten, Raum und Zeit.

 

Das Recht des Stärkeren ist im Universum überflüssig, denn alles hat seinen Ort und seine Zeit. Die Sonnensysteme, Planeten und Meteoriten haben ihre Existenzberechtigung und gehen ihren Weg. Auf der Erde sieht das größtenteils ähnlich aus.

 

Das Universum hat Zeit. Seit fast 14 Milliarden Jahren entwickelt es sich kontinuierlich. Das kann ich, das Bewusstsein, gut sehen. Für die Menschen ist dieser Zeitraum nicht fassbar. Sie haben sich am Tages-, Mond- oder Jahres-Rhythmus orientiert, sind dann aber viel weiter gegangen mit Minuten, Sekunden und Millisekunden. Das ermöglicht ihnen einerseits große Genauigkeit und technischen Fortschritt, andererseits erzeugt es viel Druck.

 

Das Universum ist durchdrungen von Informationen. Alle existieren gleichzeitig und sind in Wellenform hinterlegt. Das System ist vollkommen. Es existiert nur die Gegenwart, doch die Vergangenheit und die Zukunft werden ebenfalls abgebildet.

Verbindung ist ein Schlüsselprinzip des Universums. Kleine Elemente können sich zu größeren Einheiten verbinden. Atome werden zu Molekülen, Zellen zu Organismen. Der Mensch ist ein eigenständiges Ganzes und gleichzeitig abhängiger Teil seiner Familie, diese ein Teil der Gesellschaft und die ein Teil der Menschheit.

 

Zukunftsangst ist im Universum nicht relevant. Denn alles entwickelt sich seit Jahrmillionen auf die vorgesehene Weise. Allerdings kann auch ich, das Bewusstsein, nicht sagen, wo das enden wird. Denn alles, was ist und was sein könnte, befindet sich im Jetzt. Hier existieren gleichzeitig unendlich viele Möglichkeiten und welche davon eintreten wird, ist nicht festgeschrieben.