Der Blick von fern

Ich schreibe wöchentlich darüber, wie unser Leben aus einer extremen Vogelperspektive aussehen könnte.

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Was ist die Summe aus 2 und 5?

Professorin Cassie hat ihre Wohnungstür abgeschlossen, dreht sich dann aber noch mal um. Sie kontrolliert noch zweimal, ob sie wirklich abgeschlossen hat. Es ist eine Marotte, die sie nicht ablegen kann.

Professorin Cassie müsste eingreifen. In ihrem Grundkurs ist eine Diskussion entbrannt, die nichts mehr mit wissenschaftlichem Diskurs zu tun hat. Drei junge Studenten beschimpfen und verurteilen eine Frau für ihre Sichtweise.

Das Thema Einsicht wird in der Philosophie seit Jahrtausenden diskutiert. Im Grundseminar nimmt Professorin Cassie ein polarisierendes Thema, um Einsicht zu erklären. Sie fragt, ob die Corona-Impfungen gefährlich seien oder nicht.

 

Der zwölf Meter breite Gehweg vor der Universität ist wie immer voll mit flanierenden Urlaubern und gehetzten Berufstätigen. Da kommt ein Jugendlicher auf einem E-Scooter herangesaust, kurvt lachend um die Passanten herum.

Professorin Cassie trifft morgens an der S-Bahn-Haltestelle immer wieder einen gleichaltrigen Mann.

Professorin Cassie und ihre Tochter Betty sprechen über ihre Ausbildung. Betty hat Stress mit einem Lehrer, der sie ihrer Ansicht nach ungerecht behandelt. Das Thema lässt sie überhaupt nicht los.

Professorin Cassie stellt sich der Erkenntnis, dass sie einen Putzfimmel hat.

Professorin Cassie kommt von der Arbeit nach Hause in die große Wohnung. Sie schaut in die Küche. Ihr Bruder und Mitbewohner Jonas kocht.

 

Professorin Cassie sitzt mit ihrem Kollegen Anton in seinem Büro. Sie genießen den Feierabend fernab vom Lärm des Studienbetriebs.

Professorin Cassie hat ihren Bruder Jonas in ihre Fünfzimmer-Altbauwohnung aufgenommen, nachdem ihre erwachsenen Kinder ausgezogen sind. Die beiden haben sich für das Wochenende vorgenommen, seinen Raum, das alte Zimmer ihres ältesten Sohnes zu renovieren.